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Facelift

Ziel eines Faceliftes ist es, den Elastizitätsverlust der Verbindungsstrukturen zwischen Haut und tieferen Haltestrukturen auszugleichen. Mit den Jahren erschlafft die Aufhängung der Haut; Falten, bevorzugt im Bereich der Wangen und des Halses, entstehen. In einer solchen Situation lassen sich die Falten nicht mehr durch Unterspritzungen mit Fillern (z.B. Hyaluronsäure) beeinflussen.



Moderne Techniken des Facelifts zielen darauf ab, ein ganz natürliches Aussehen wieder herzustellen. Eine operationsbedingte übermäßige Spannung der Haut und der tieferen Schichten führt oft zu einem maskenartigen Aussehen und muss unbedingt vermieden werden. Es entsteht insbesondere dann, wenn die tiefen, mit der Muskulatur verbundenen Anteile des Bindegewebes, zu stark gestrafft werden. Dann kann es zu Verziehungen (z.B. im Mundwinkelbereich und am Kinn) kommen.

Die von uns bevorzugte Technik des Facelifts folgt dem Prinzip, das natürlich jugendliche Aussehen wieder herzustellen: Der Eingriff als solcher darf nicht erkennbar sein; die Patienten dürfen nicht „geliftet“ oder „maskenartig“ aussehen.

Vor dem Eingriff

Zunächst erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit unseren Patienten, das die ästhetischen Wünsche und Vorstellungen mit den operativen Möglichkeiten verbinden soll. Da es immer um ein ästhetisches Gesamtbild des Gesichtes geht, führen wir auch Kombinationsbehandlungen (z.B. Facelift, Botulinumtoxin, Laser) durch, die einen harmonischen Gesamteindruck vermitteln sollen. Die Gesundheit unserer Patienten ist unserer höchstes Anliegen: Neben einer präzisen Anamnese, die Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen und Risikofaktoren umfasst, wird eine präoperative Untersuchung von Laborparametern (Blutbild, Leberwerte, Nierenwerte, Gerinnung) durchgeführt. Sollte die Durchführung des Eingriffes in Vollnarkose gewünscht sein, wird unser Anästhesist sie vorab noch einmal genau untersuchen. Wir erstellen präoperative Fotos, die den Behandlungserfolg dokumentieren sollen.

Der Eingriff

Ein Facelift dauert ca. 2-3 Stunden. Wir führen den Eingriff bevorzugt in einer speziellen örtlichen Betäubung (Tumeszenzlokalanästhesie); auf Wunsch kann auch eine Vollnarkose erfolgen. Der Eingriff selbst ist in beiden Fällen schmerzlos. Vor dem Eingriff erhalten unsere Patienten ein Antibiotikum, das Infektionsrisiken reduziert. Die Schnittführung verläuft in einer kleinen Falte vor dem Ohr, dann um das Ohrläppchen herum und anschließend in der hinteren Ohrfalte bis zum Haaransatz und schließlich noch wenige Zentimeter in den Haaren; es entsteht also eine S-förmige Schnittführung. Diese Technik wird in Anlehnung an die Schnittführung auch S-Lift genannt. Die Haut wird anschließend bis zur Nasolabialfalte und zum Kinn von der Unterlage getrennt („mobilisiert“). Es erfolgt dann eine sehr moderate Anhebung der Muskelfaszie und schließlich wird ein schmaler Hautstreifen vor und hinter dem Ohr entnommen, sodass die Haut leicht angespannt werden kann. Schließlich erfolgt ein zweischichtiger Wundverschluss.

Nach dem Eingriff

Unmittelbar nach der Operation wird ein leichter Druckverband aufgelegt, der 24-Stunden belassen werden muss. Danach sind nur noch Streifenpflaster erforderlich. Sie können unsere Klinik nach einer 1-stündigen Nachbeobachtungsphase verlassen; Sie dürfen jedoch am Operationstag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Sie dürfen bereits am 2. postoperativen Tag wieder Duschen und die Haare waschen. Leichte Schwellungen und kleine Einblutungen können bis 7 Tage nach dem Eingriff bestehen, werden jedoch von Tag zu Tag besser. 7-14 Tage nach dem Eingriff sind Sie wieder vollkommen gesellschaftsfähig. Die Entfernung des oberflächlichen Nahtmaterials erfolgt nach 10-14 Tagen. Das endgültige Operationsergebnis steht nach ca. 4 Wochen fest, wenn sich das Bindegewebe an die neue Situation angepasst hat.

Risiken des Eingriffs

Wie bei jeder Operation bestehen allgemeine Operationsrisiken wie Verletzungen von Blutgefäßen und Nervenstrukturen sowie Infektionsrisiken. Die von uns eingesetzte Operationstechnik zielt darauf ab, diese Risiken soweit wie möglich zu verringern. Auch die Antibiotikagabe vor und kurze Zeit nach der Operation verfolgt dieses Ziel.

Das Ergebnis

Nach etwa 4 Wochen ist das Ergebnis der Operation erreicht. Die Schnittführung wurde so gewählt, dass die Narben in Hautfalten, hinter dem Ohr oder in den Haaren verschwinden und im Alltagsleben nicht sichtbar sind. Das Ergebnis bleibt ca. 10-15 Jahre erhalten; der Eingriff kann aber auf Wunsch jederzeit wiederholt werden, um eine beginnende Erschlaffung des Bindegewebes wieder ausz